
Am Morgen seines Todes wachte François im Morgengrauen auf. Er bat um ein Glas Wasser und drehte sich dann sanft zur Seite. Ihre Krankenschwester verstand sofort, dass etwas nicht stimmte. Um 5.35 Uhr ist Alfieri vor Ort. Er legt sein Stethoskop weg: Die Lungen sind frei. Doch der Papst reagiert nicht mehr.
Um 7.35 Uhr, die schicksalhafte Stunde. Das Herz bleibt stehen. François starb friedlich, ohne Kampf, in der Stille seines Zimmers. Eine letzte Geste des Abschieds, eine Liebkosung der Wange, ein Rosenkranz in den Händen… und Stille.
Der Papst bis zum Schluss: aktiv, entschlossen, engagiert

Trotz der Schmerzen, trotz seines Alters hat Franziskus nie aufgehört, seine Pflichten zu erfüllen. Er reiste 2024 nach Südostasien, hielt seine Audienzen, zelebrierte seine Messen und begrüßte die Gläubigen in seinem Papamobil, noch wenige Tage vor seiner Abreise.
An diesem Ostersonntag bat er geschwächt darum, ein letztes Mal auf den Petersplatz gehen zu dürfen. Er wollte sich verabschieden. Fünfzehn Minuten voller Lächeln, Segen, ausgetauschter Blicke. « Danke, dass Sie mich auf den Platz zurückgebracht haben », sagte er zu seiner Krankenschwester. Wie eine letzte Verbeugung vor den Menschen, die er so sehr liebte.
Ein posthumer Wunsch: die Schwächsten zu schützen

Zu seinen letzten Worten, die er seinem Arzt anvertraute, gehörte ein unerwarteter, zutiefst menschlicher Wunsch. Der Papst wollte, dass sich die Kirche um die verlassenen Embryonen kümmert, um jene Leben, die oft vernachlässigt werden. Er hatte für sie gekämpft und sich geweigert, als bloßes biologisches Material betrachtet zu werden. Er hoffte, dass sie adoptiert, geliebt und beschützt würden.
Sergio Alfieri hat versprochen, diese Sache voranzutreiben. Ein Versprechen, das geistliche Erbe des Mannes lebendig zu halten, den viele liebevoll »den Papst des Volkes« nannten.
Eine letzte Verbeugung für einen spirituellen Riesen
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